Ich habe mein Training verpasst. Ich habe meinen Lieblings-TV-Doc verpasst. Aber Klänge, Kekse, Kerl(e) und Prosecco (mir fällt leider keine Alliteration für Prosecco mit „K“ ein) haben mich Hanteln und House vergessen lassen. Und ich fühl mich trotzdem bestens.
29. Oktober 2009
Voll Panne
Er wollte mich wohl einfach nicht zur Kirmes fahren. Warum auch immer. Ich kann nicht in seine Seele blicken. Er redet nur mit mir, wenn er Durst hat. Wobei reden übertrieben ist. Es ist ein immer wiederkehrendes Piepen. Auf dem Hinweg machte er einfach mal den Bordstein an, obwohl von einer Schwalbe mit selbigem Vornamen keine Spur war. Radkappe demoliert. Und auf der Rücktour wich er immerhin einer von irgendwelchen Vandalen auf die Straße gekippten Baustellenbake auf. Um wenig später mit einem für ihn niemals zu bewältigenden Stein zu knutschen. Platten. Danke, mein lieber Wagen. Ich nenne es jetzt nicht Auto, weil das sächlich ist. Ich bin der felsenfesten Überzeugung, mein Wagen ist männlich. Wobei, bislang hat er mich noch nie im Stich gelassen… Okay, Auto.
21. Oktober 2009
Erkenntnis des Tages
Ich möchte nie, und damit meine ich wirklich absolut niemals in diesem Leben, in der Landwirtschaft arbeiten. Allein das Zuschauen heute (rein dienstlich für eine Kartoffel-Story) hat mich nahezu erstarren lassen. Nicht nur ob der windigen Eiseskälte, als ich eine gute Stunde mit auf dem Feld war. Nein, ich habe nicht geholfen. Aber zugeschaut und fotografiert. Ein einschneidendes Erlebnis. Nicht nur, weil meine hohen Stiefel im Boden versunken sind und ich sie wahrscheinlich stundenlang putzen muss…
20. Oktober 2009
2009 in meinen Händen – erste Auswertungsversuche
Das Jahr nähert sich langsam dem Ende. Ich habe das Gefühl, da draußen ist schon Winter, so kalt ist mir. Silvester 2008 hatte ich meine Hand ja auf solch einen Scanner gelegt, der mir voraussagte, wie das Jahr so verläuft. Ich habe mir das eben nochmal durchgelesen. Hier hatte ich Anfang Januar berichtet, was herausgekommen ist. Der neue Job ist tatsächlich da. Ich bin jetzt Lifestyle-Redakteurin. Die Herzlinie muss nicht ganz richtig durchleuchtet worden sein. Ich passe vielleicht in etliche Frauen-Klischee-Schubladen. Aber die mit Romantik ist echt zu eng für mich. Und innerhalb von Sekunden verlieben? Ich nun wahrlich nicht. Ich würde lange auf den richtigen Partner warten. Gut erkannt. Der verdammte Prinz ist mit seinem Schimmel immer noch nicht vorbeigeritten gekommen. Aber er hat ja noch zweieinhalb Monate Zeit, mich zu finden. Ansonsten werde ich mich Silvester wieder irgendeinem esoterischen Nonsens hingeben und auf das nächste Jahr hoffen…
19. Oktober 2009
(An)sehnlichst erwartetes Urlaubsende
Selten habe ich das Ende eines Urlaubs so dringend herbeigesehnt. Drei Wochen, die sich langgezogen haben wie ein Kaugummi. Nichts als schlafen, lesen, sporteln… Aber das Ende ist doch recht ansehnlich, oder?

18. Oktober 2009
Nicht gestört im Nicht-Prosecco-Rausch
Vielleicht habe ich ja ein gestörtes Verhältnis zu potenziell angesagten Locations. Aber wenn es um mich herum dunkel und dreckig ist, kriege ich Monksche Panik-Attacken. Weiß ich, ob nicht irgendwelches Krabbelvieh Besitz von mir ergreift, ohne dass ich es sehen kann? Ich muss dann ganz schnell verschwinden. Sei die Musik auch noch so abhebend. Das war sie zwar für mich auch nicht, aber ich war froh, den ersten Party-Schuppen trotz einiger Exit-Orientierungsschwierigkeiten nach nicht mal einer Stunde verlassen zu haben. Hoffentlich unverstrahlt, ganz sicher aber frierend. Dann doch lieber in die Dance-Bar mit Stil, bei der es für crazy Outfits Prosecco für lau geben sollte. Dank meines Sex-Shops-Besuchs vom Tag zuvor fühlte ich mich dann auch verrückt genug angezogen, um eine Flasche abzusahnen. Doch meine Vorfreude wurde unsanft gedämpft, als ich lediglich Sekt in Händen hielt. Nicht mal eine Flasche, sondern ein Fläschchen. Es gab sicher verücktere Outfits. Doch selbst Träger solcher wurden mit Sekt abgespeist. So verließ ich auch diese Location nach ein paar Stündchen frustriert. Ich konnte noch so viel Sekt probieren, er schmeckte einfach nicht nach Prosecco. Dafür fühlt sich mein Kopf heute irgendwie gestört an. Bin ich doch ein Störfall?
17. Oktober 2009
Im Sex-Shop-Netz gefangen
Es sollte lediglich eine Strumpfhose sein. Zugegeben, keine ganz normale. Sie sollte das Insider-Oberteilchen, das ich jüngst im Laden meines Lieblings-Verkäufers erstanden hatte, ins rechte Licht rücken. Da schlenderte ich nun mit meiner Freundin Freitagnachmittag durch die Innenstadt. Und fand keine. Ich wäre ja nie auf die Idee gekommen, in einen Sex-Shop zu schauen. Gut, dass ich nicht allein unterwegs war. Nach mehrmals prüfendem Blick, ob ich auch ja von niemand mir Bekanntem beobachtet würde, öffnete ich zaghaft die Tür zu dieser neuen Shopping-Welt. Uaahhhhh. Natürlich gabs dort die Netzstrumpfhosen. Mein Blick ging auch schüchtern-starr nur in diese Richtung. Ich kann auch nicht mehr genau sagen, wie am Ende noch diese Corsage in meinem Einkaufswagen gelandet ist…
8. Oktober 2009
Mit Wut im Bauch durch den Regen
Joggen macht den Kopf frei. Wenns dabei noch regnet wird selbiger gleich noch gewaschen. Und wenn Wut im Bauch mitläuft, läufts fast wie von selbst. Endlich habe ich mal wieder drei Runden um den See geschafft. Um genau das zu erreichen. Schade, dass trübe Gedanken nicht einfach mit dem Regen weggespült werden können. So weit weg, dass sie nie wieder Besitz von mir ergreifen können. Ich probiers einfach morgen nochmal. Und übermorgen…
6. Oktober 2009
Selbst kasteit
Ich bin und bleibe Masochist. Sitzen gelassen worden liege ich tatsächlich auf dem Sofa und lese „P.S. Ich liebe dich.“ Und heute Abend ziehe ich mir „Dirty Dancing“ rein. Grenzt das eigentlich schon an Selbstkasteiung?
2. Oktober 2009
Ich kann Latte
Ich mag eigentlich gar keine Milch im Kaffee. Aber da mein relativ neuer Kaffee-Automat auch Latte Macchiato können soll, siegte meine Neugier über meine Geschmacksnerven. Hab ich mir also die entsprechenden Kapseln gekauft. Der Milchschaum sieht aus wie in meinem Lieblings-Café. Und als der Espresso langsam ins Glas träufelte… Mmmh, ich liebe Espresso. Aber lieber ohne den Milchschaum, der für den Latte unerlässlich ist. Jetzt sind noch neun Kapseln übrig. Und keiner da, der sowas trinkt…